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Narzissen

Die Narzissen (Narcissus), oft auch Osterglocken genannt, bilden eine Gattung der Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae) innerhalb der einkeimblättrigen Pflanzen.

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Beschreibung  

Narzissen sind mehrjährige krautige Pflanzen, die Zwiebeln als Überdauerungsorgane ausbilden und je nach Art Wuchshöhen zwischen 5 bis 80 Zentimeter erreichen. Zu den Zwergen unter den Narzissen zählt Narcissus asturiensis, die zwischen fünf und acht Zentimeter hoch wird. Zu den größten Arten zählt die in Mitteleuropa nur sehr selten angebaute Italienische Narzisse, die bis zu 80 Zentimeter lange Stängel ausbildet.

 Narzissen im Garten

Während einige Wildnarzissenarten spezielle Anforderungen an den Boden stellen, kommen die Narzissensorten, die im Gartenhandel angeboten werden, mit den meisten Gartenböden gut zurecht. Bei wasserspeichernden und lehmigen Böden muss allerdings dafür gesorgt werden, dass durch Beimischung von Sand ein besserer Wasserabzug gewährleistet ist. Neutrale Böden mit einem pH-Wert von 7 sind am besten für die Narzissenkultur geeignet.

Narzissenzwiebeln kommen entweder als Rundnasen oder Doppelnasen in den Handel. Als "Nase" bezeichnet man dabei die Zwiebelenden, an denen die Laubblätter entsprangen. Doppelnasen bilden in der Regel zwei Gruppen von Laubblätter aus und dementsprechend auch zwei Blütenstängel. Zwiebeln mit mehr Nasen sind überaltert und werden im Handel normalerweise nicht angeboten.

Die Tochterzwiebel einer gepflanzten Doppelnase beginnt gleichzeitig mit der Anlage einer Hauptknospe damit, eine Nebenknospe in der Blattachsel einer Zwiebelschale auszubilden. Diese rückt mit dem Absterben der äußeren Speicherblätter langsam nach außen und wird zu einer weiteren Tochterzwiebel werden. Um zu verhindern, dass eine einmal eingepflanzte Zwiebel immer mehr kleine und damit blühfähige Zwiebeln ausbildet, ist es daher notwendig, die Zwiebeln nach fünf bis sieben Jahren auszugraben. Tochterzwiebeln werden dann von der Hauptzwiebel abgenommen und getrennt eingepflanzt. Wesentlich ist dabei, dass die Zwiebeln ein Stück der Bodenplatte der Zwiebel mitenthalten, da hier die Saugwurzeln gebildet werden.

Narzissen eignen sich besonders gut zur Unterpflanzung von Gehölzgruppen, wo sie in Trupps von sechs bis zwölf Zwiebeln je Sorte eingesetzt werden. Im Staudenb eet eignen sie sich besonders für die Kultivierung in Nachbarschaft mit Taglilien. Taglilien beginnen mit dem Austrieb ihrer Blätter zur Blütezeit der Narzissen. Sie erleben einen Wachstumsschub etwa um die Zeit, zu der die Narzissenblüten verblüht sind und die Narzissenlaubblätter anfangen zu vergilben. Sehr viele Wildarten und einige der Hybriden wie etwa 'Dutch Master', 'Golden Harvest', 'Carlton', 'Kings Court' und 'Yellow Sun' eignen sich auch für die Verwilderung in Rasenflächen. Narzissen sollten nicht abgemäht werden, bevor das Laub vergilbt, da ihre Zwiebeln sonst nicht ausreichend Nährstoffe für die nächste Blüte sammeln können. Blaublühende Zwiebelgewächse wie die der Gattungen Scilla und Muscari eignen sich ebenfalls zur Verwilderung in Rasenflächen und ergeben mit diesen gelbblühenden Narzissen einen reizvollen Farbkontrast.

                         Der Inhalt steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation

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