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Tulpen

Die Tulpen (Tulipa) bilden eine Gattung aus der Familie der Liliengewächse (Liliaceae) mit etwa 150 Arten und zahlreichen Hybriden

       Tulpe_kaufmanniana Tulpe_turkestanica

Beschreibung  

Tulpen sind mehrjährige krautige Pflanzen, die Zwiebeln als Überdauerungsorgane ausbilden. Sie erreichen je nach Art eine Wuchshöhe von 10 bis 70 Zentimetern. Auf ihrem Stängel, der nur sehr wenige breit-linealische, graugrüne, bodennahe Blätter hat, tragen sie eine aufrechte dreizählige, zwittrige Blüte mit sechs gleichgeformten Blütenhüllblättern, sechs Staubblättern und drei verwachsenen Fruchtblättern, die zwischen April und Mai erscheint.

Die gelegentlich zu sehenden gestreiften oder gefleckten Blüten gehen auf einen Virus zurück. Der Verzehr von Tulpen kann unter anderem Halluzinationen erzeugen.

Geschichte

Die Tulpen gehören zu den beliebtesten und ältesten Zierpflanzen.

Sie kamen aus Asien nach West-Armenien, in die heutige Türkei - dort ist die Tulpe bis heute die Nationalblume sowie Sinnbild für Leben und Fruchtbarkeit. Nach Europa kam die Tulpe über Persien.

Im Mittelalter war die Tulpe ein Luxusgut und hatte mehr Wert als Gold und Edelsteine

Im 16. Jahrhundert verliebte sich Ogier Ghislain de Busbecq, der Gesandte des österreichischen Regenten Ferdinand I., in die farbenprächtige Blume und brachte sie direkt aus Konstantinopel mit nach Wien (Österreich), wo sie den Gefallen des kaiserlichen Hofgärtners Charles de l'Écluse fand. Dieser pflanzte und kultivierte die Tulpe in den kaiserlichen Gärten - und als er im Jahr 1593 als Professor an die Universität von Leiden in den Niederlanden ging, nahm er sie mit.

Obwohl L'Écluse den Handel mit ihr aus wissenschaftlichen Gründen verbieten wollte, wurde die Tulpe schnell eine Modepflanze (man sprach gar von einer "Tulpomanie"), die sich mit großem Erfolg in Europa verbreitete. Der Wert der Tulpe erreichte ungeheure Höhen; 1637 kam es durch sie zu einem Crash an der niederländischen Handelsbörse.

Bis heute zählen Tulpen zum holländischen Stereotyp und dies nicht einmal zu Unrecht: Über 80 % der Tulpennachfrage werden durch holländische Züchter bedient. Während in den Zeiten der Tulpomanie eine einzige Zwiebel den Käufer u. a. mehr als 20 Wagenladungen Korn, mehr als 10 Nutztiere und mehrere Fässer Bier kostete, liegt der Preis einer Tulpenzwiebel heute bei durchschnittlich 0,20 Euro.

                         Der Inhalt steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation

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