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Topinambur
Topinambur (Helianthus tuberosus),
gelegentlich auch Erdbirne (in Südbaden auch Ross-Erdäpfel genannt, weil sie
Pferden verfüttert wurden), ist eine Pflanze aus der Familie Korbblütengewächse
(Asteraceae) und zählt zur selben Gattung wie die Sonnenblume (Helianthus
annuus). Mancherorts in Baden wird Topinambur auch nur als Erdapfel
bezeichnet. Ebenso wie die Sonnenblume hat sie große Blätter und (allerdings
kleine) kräftig-gelbe Blüten. Weitere Namen für die Topinambur sind:
Deutsche Kartoffel, Erdartischocke, Erdäpfel, Erdbirne, Erdschocke,
Erdsonnenblume, Ewigkeitskartoffel, Indianerknolle, Jerusalemartischocke,
Kleine Sonnenblume, Knollensonnenblume, Zuckerkartoffel. Die Bezeichnung
Erdbirne (Erdäpfel) wird in Süddeutschland und Österreich auch als Name für
die Kartoffel verwendet.
Beschreibung
Die
mehrjährige krautige Pflanze wird bis zu drei Meter hoch. Aus den Knollen
bilden sich aufrechte Stängel. An diesen sitzen gestielte, eiförmige raue Blätter.
Diese werden sieben bis zehn Zentimeter breit und zwischen zehn und fünfundzwanzig
Zentimeter lang.
Vorkommen Topinambur stammt aus Nord- und Mittelamerika. Ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet wird in Mexiko vermutet. Heute ist die Art im zentralen und östlichen Nordamerika sowie in Mittelamerika verbreitet. Sie gilt als Kulturpflanze der Indianer aus vorkolumbianischer Zeit. Heute wird Topinambur in fast allen Kontinenten angebaut. Hauptanbaugebiete befinden sich in Nordamerika, Russland, Australien und Asien. In Europa wurde die süßlich schmeckende Knolle Mitte des 18. Jahrhunderts weitgehend von der Kartoffel verdrängt. Sie wird nur noch mit geringer wirtschaftlicher Bedeutung in Südfrankreich und den Niederlanden angebaut. In Deutschland findet man nur kleine Anbaugebiete in Niedersachsen und Baden.
Verwendung
in der Küche 100
Gramm Topinambur haben einen Brennwert von 140 Kilojoule (circa 30 kcal) und
enthalten in etwa 14 mg Kalzium, 3,4 mg Eisen, 4 mg Natrium, 2 mg Vitamin A
(RE) und 4 mg Vitamin C. Sie bestehen aus etwa 78 % Wasser, 2,4 % Eiweiß, 0,4
% Fett, 17,4 % Kohlenhydrate und 1,6 % Ballaststoffen. Die
Knollen sind bei Diabetikern beliebt, da sie zu 16 % aus Kohlenhydraten in
Form des Mehrfachzucker Inulin (nicht mit dem Hormon Insulin zu verwechseln)
besteht. Als
Nahrungsmittel genoss die Topinamburknolle vor allem in Frankreich nach ihrer
Einführung Anfang des 17. Jahrhunderts große Popularität. Sie wurde jedoch
nach der Einführung der ergiebigeren Kartoffel wieder weitgehend verdrängt.
Die Knolle kann sowohl roh als auch gekocht verzehrt werden
Der Inhalt steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation
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