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Anis Anis
(Pimpinella anisum) ist eine Gewürz- und Heilpflanze in der Familie der
Doldenblütler (Apiaceae).
Beschreibung Herkunft Anbau
Anis ist eine lichtliebende Pflanze, die reiche Böden
bevorzugt. Während der Wachstumsperiode muss der Boden gleichmäßig feucht
bleiben. In der Erntezeit wirken sich wechselnde trockene und feuchte Perioden
negativ auf die Erntequalität aus. Die Dolden reifen nicht gleichzeitig,
sondern nacheinander, und auch innerhalb einer Dolde reifen die Samen nur
uneinheitlich. Die Temperatur bestimmt die Dauer der Vegetationsperiode. Anis
wird im August/September geerntet, wenn die Stängel gelb werden. Früher
wurde dabei das Kraut mit der Sense abgemäht und die Früchte ausgedroschen. Verwendung
Das
Aroma wird von Anethol bestimmt, das mit 90% der Hauptbestandteil des ätherischen
Öls ist. Pflanzen mit sehr ähnlichem Aroma sind Fenchel (der den Anis in
Asien vollständig ersetzt) und die heutzutage selten verwendete Süßdolde (Myrrhis
odorata). Anis wird seit langem sowohl in der Küche als auch in der Duftindustrie verwendet. Ausgrabungen auf Santorin ergaben, dass die Verwendung von Anis im 16. Jahrhundert v. Chr. allgemein üblich war und die alten Kreter würzten ihre Weine neben Koriander, Wacholder, Dost auch mit Anis. Schon im 7. Jahrhundert v. Chr. betrieben Athen und Korinth einen lebhaften Handel mit Duftölen, in denen auch der Anisduft eine Rolle spielte. Pythagoras bezeichnete um 550 v. Chr. mit Anis gewürztes Brot als köstliche Delikatesse. Bei den Römern hielt der Anis Einzug in die Feinbäckereien; Kuchen, die bei hohen Festlichkeiten gereicht wurden, waren mit Anis-Früchten gewürzt. So berichtet Vergil von Aniskeksen. Bei Ausgrabungen im römischen Kolosseum entdeckte man Anisfrüchte, die die Zuschauer der Gladiatorenkämpfe zwischen den Sitzreihen verloren hatten. Heilwirkung
Das aus den Früchten (Anisi fructus) durch
Destillation gewonnene Anisöl wird aufgrund seiner schleimlösenden Wirkung
als Hustenmittel verwendet. Es wirkt aber auch antibakteriell und gegen Krämpfe
und Blähungen. Anis
regt die Drüsen des Magen-Darm-Traktes an. Anistee wird daher bei Der Inhalt steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation
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