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Schmetterlingsflieder Der
Schmetterlingsflieder, Sommerflieder, Schmetterlingsstrauch oder Fliederspeer
(Buddleja davidii) (Syn.: Buddleja variabilis) ist ein Strauch aus der Familie
der Braunwurzgewächse (Scrophulariaceae). Benannt wurde diese Art nach dem
französischen Naturforscher Armand David. Neben
Buddleja davidii und seinen Sorten ist in den Gärten Mitteleuropas auch noch
der wechselblättrige Sommerflieder, Buddleja alternifolia verbreitet. Im
Gegensatz zu Buddleja davidii blüht er an den vorjährigen Trieben.
Beschreibung Buddleja
davidii kann eine Höhe von vier Metern erreichen und öffnet im Juni lila Blüten,
die dicht bei dicht an den langen, überhängenden Zweigen sitzen. Bei den Blüten
handelt es sich um 12 bis 20 Zentimeter lange, schmalkegelige und endständige
Rispen. Der Strauch besitzt charakteristische, filzig behaarte Zweige sowie
bis zu 25 cm große, gegenständige und schmal-lanzettliche Blätter. Diese
sind an ihrer Oberseite dunkelgrün und auf der Unterseite graufilzig. Populär
geworden sind auch Gartenformen mit weiß, rosa, purpurrot oder
dunkelvioletten Blüten. Buddleja
bevorzugt sonnige und warme Plätze im Garten und einen kalkreichen Boden. Buddleja
davidii kann und sollte jedes Frühjahr auf Stock gesetzt werden (ca. in Kniehöhe
abgeschnitten werden). Er treibt dann stark von unten nach und blüht im
Sommer reich. Unterbleibt dieser Schnitt, neigen die Pflanzen dazu, von unten
zu verkahlen. Bei einigen schwachwüchsigen Sorten ist der Rückschnitt nur
alle 3-4 Jahre notwendig.
Verbreitung Der
Schmetterlingsflieder stammt aus China und Tibet und wurde in Europa als
Zierpflanze eingeführt. Als Gartenflüchtling etablierte die Pflanze sich
auch in der freien Natur. 1928 wurde die Pflanze das erste Mal in Deutschland
auf einer Kiesbank im Rhein entdeckt. Heute ist sie eine häufig zu findende
Pflanze entlang von Bahngleisen und auf brach liegenden Industrieflächen
sowie entlang von Uferböschungen. Die nördliche Verbreitungsgrenze ist durch
das Winterklima bestimmt. Bei Wintertemperaturen unter 20 Grad Minus sterben
die Pflanzen in der Regel ab. Der
Schmetterlingsflieder als Nektarpflanze für Insekten Bienen,
Schmetterlingen und Hummeln bietet der Schmetterlingsflieder eine reichhaltige
Nektarquelle. Anders als gemeinhin vermutet hat die Pflanze jedoch keine
positive Auswirkung auf die Artenvielfalt und den Bestand von Schmetterlingen,
da sie keine Rolle als Futterpflanze für Schmetterlingsraupen spielt und ihr
Nektarangebot in eine Zeit fällt, in der das Nahrungsangebot reichlich ist.
Eine Anpflanzung im Garten hat jedoch den Effekt, Schmetterlinge aus der
Umgebung anzulocken und ermöglicht ein einfaches Beobachten dieser Tiere. Der Inhalt steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation
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