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Schnecken biologisch bekämpfen

Es gibt viele Pflanzen, die Schnecken nicht besonders gern mögen. Dazu gehören u.A. die
Bartnelke, Kapuzinerkresse, Männertreu, Jungfer im Grünen,  Fingerhut, Portulakröschen, Akelei und viele mehr.  
Pflanzen Sie diese Gewächse in Ihre gefährdeten Gemüse- und Blumenbeete, sie werden
viele Schnecken vertreiben.
 
Es gibt auch Pflanzen, die von Schnecken besonders gern verzehrt werden,
Dazu gehört u.a. die Tagetes (Studentenblume). Man kann sie in 
Gemüsebeete setzen, dadurch wird das Gemüse weitgehend verschont.
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Schnecken absammeln
Das tägliche absammeln der Schnecken ist zwar nicht Jedermanns Sache aber mit Sicherheit
die wirksamste Methode.
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Koffein verdirbt Schnecken den Appetit

Durch Zufall stießen amerikanische Forscher auf ein neues umweltfreundliches Mittel zur Bekämpfung schleimiger Gartenschädlinge: Mit Koffein besprühte Pflanzen sind für Schnecken ungenießbar.

Bereits eine Lösung, die weniger Koffein enthält als eine Tasse Kaffee, schreckt die Tiere ab und wirkt nach einiger Zeit sogar tödlich, wie das Fachblatt "Nature" in einer Kurzmitteilung berichtet.

Robert Hollingsworth und seine Kollegen vom Agricultural Research Service des U.S.-Department of Agriculture untersuchten zunächst die Wirkung von Koffein auf eine tropische Nacktschnecke (Veronicella cubensis). Dazu boten sie den Tieren Kohlblätter an, die zuvor in eine Koffeinlösung eingetaucht worden waren. Hatten die Tiere die Wahl zwischen Blättern mit und ohne Koffein, bevorzugten sie eindeutig die unbehandelte Nahrung. "Offenbar können Nacktschnecken zwischen behandelten und unbehandelten Blättern unterscheiden", schreiben die Wissenschaftler. Schon eine Koffeinkonzentration von 0,01 Prozent verringerte die Nahrungsaufnahme deutlich. Damit erwiesen sich die Schädlinge gegenüber Koffein deutlich empfindlicher als der Mensch, der sich durch den etwa zweiprozentigen Koffeingehalt einer Tasse Kaffee bekanntlich nicht abschrecken lässt.

Die Wirksamkeit eines koffeinhaltigen Sprays testeten die Forscher an der drei Millimeter großen, beschalten Gewächshaus-Dolchschnecke (Zonitoides arboreus). Unter dem Mikroskop stellten sie fest, dass der Herzschlag der Tiere nach dem Besprühen unregelmäßig und schwächer wurde. Vier Tage nach der Behandlung mit einer 0,5-prozentigen Lösung waren alle Schnecken tot. Die Forscher vermuten, dass das Koffein als Nervengift wirkt. Der genaue Wirkungsmechanismus ist aber noch nicht bekannt.

Vor einem Einsatz in Gärtnereien oder im Gartenbau müsste sichergestellt sein, dass weder Insekten oder andere Organismen noch die Nutzpflanzen selbst geschädigt werden. "Wir gehen davon aus, dass Schnecken auf Koffein empfindlicher reagieren als andere Tiere", sagen die Forscher.

Über ihren schleimigen 'Fuß' würde der wasserlösliche Wirkstoff besonders schnell aufgenommen. Für den Menschen wären eventuelle

Koffeinrückstände sicherlich wesentlich ungefährlicher als die derzeit gegen Schnecken eingesetzten Pestizide.

Quelle: Nature/ Wissenschaft Aktuell  

 
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